Midges, schottische Mücken

Midges, schottische Mücken

Erkundigt man sich über Schottland kommt die Rede früher oder später auf die Midges. Diese tückischen Viecher sollen eine rechte Plage sein. Die kleinen Biester sind nur ungefähr zwei Millimeter groß und treten in Unmengen auf. Ganz klar, hier muss man unbedingt vorbereitet sein. Aber was hilft wirklich. Im Internet bin ich auf diese Seite gestoßen und habe mich für „Avon Skin so Soft“ entschieden.

Praxistest:
Man muss schon ein wenig nach Schottland hinein fahren, ehe man überhaupt Kontakt mit der ersten Midge bekommt. Wenn man sie dann trifft, ist sie nie allein und lästig, mit oder ohne „Avon Skin so Soft“. Ist man eingeölt, beißen sie zwar nicht mehr, aber diese Entscheidung treffen sie erst in unmittelbarer Nähe der Haut. Das Gewusel bleibt lästig, aber das Mittel hilft. Gebissen wurde ich nicht.

Man muss schon ein wenig nach Schottland hinein fahren, ehe man überhaupt Kontakt mit der ersten Midge bekommt. Wenn man sie dann trifft, ist sie nie allein und lästig, mit oder ohne „Avon Skin so Soft“. Ist man eingeölt, beißen sie zwar nicht mehr, aber diese Entscheidung treffen sie erst in unmittelbarer Nähe der Haut. Das Gewusel bleibt lästig, aber das Mittel hilft. Gebissen wurde ich nicht.

Wintercamping in Bischofsheim / Rhön

Wintercamping in Bischofsheim / Rhön

Wintercamping in Bischofsheim / Rhön ist eine angenehme Sache. Zwar gibt es keine Loipen oder Pisten direkt am Campingplatz „Rhöncamping„, das war aber Anfang Februar 2018 auch kein wichtiges Kriterium. Es gab allgemein wenig Schnee abseits der Alpen. Wichtig für unsere Entscheidung für diesen Platz waren die Nähe zum Ort, jede Menge Wandermöglichkeiten und der spezielle ACSI – Preis außerhalb der Saison (16 € für Stellplatz inkl. 2 Erwachsene, Strom und Duschen). Aber es gibt hier auch Wintersport rund um den Kreuzberg, den heiligen Berg der Franken. Neben dem Kreuzberg und vielen anderen Hügeln sollte man sich die Zeit nehmen, den Berg zur Ruine Osterburg zu erwandern. Die Burg aus dem 13. Jh. war lange Zeit komplett von der Natur verschluckt und wurde erst um die letzte Jahrtausenwende wieder freigelegt.

Der Campingplatz liegt knapp außerhalb des Ortes, in wenigen Fußminuten ist man dort. Zumindest für die Frühstücksbrötchen muss man da aber nicht hin. Morgens ab 8 Uhr liegen die am Vortag bestellten Mengen zur Abholung bereit. Wer morgens denoch selbst los möchte, hat es bis zum Bäcker oder zu den Supermärkten nicht weit. Der Platz ist wirklich sehr angenehm, die Sanitäranlagen groß und sauber. Die meisten Stellplätze haben Wasserver- und Entsorgung. Ungewöhnlich ist nur, dass alle, denen das Ablassen des Grauwassers in die kleinen Stutzen am Platz zu friggelig ist, gern auch über die nächste Schleuse fahren können.

Gleich neben dem Platz ist ein Freibad, welches Campinggäste bei passendem Wetter kostenfrei nutzen können. In diesem kalten Februar wäre maximal Eislaufen möglich gewesen.

Der Ort hat eine recht hübsche Altsstadt, die vor allem in der Dämmerung ihren Reiz entfaltet. Er hat aber sicher schon bessere Zeiten gesehen. Das merkt man besonders an den vielen alten Kneipen auf engem Raum. Das ist doch ungewöhnlich für solch eine kleine Stadt. Allerdings sind einige mittlerweile leider geschlossen, andere haben sich zum italienischen, chinesischen und türkischen Restaurant gewandelt.

Der Gemeindeverbund Bischofsheim scheint eine rege Vereinsstruktur zu haben. Jedenfalls zeigte dies der Faschingsumzug am Rosenmontag.

Mitgliedschaft in englischem Campingclub

Mitgliedschaft in englischem Campingclub

In England gibt es einige mehr oder weniger große Campingclubs. Das sind z.B. der Caravan Club und der Camping- und Caravaning Club. Gerade vor der ersten Reise auf die Insel fragt sich so mancher, ob die Mitgliedschaft in solch einem Campingclub unbedingt notwendig ist. Die Antwort ist ein klares Nein. Allerdings sollte man während der Planung der Reise trotzdem darüber nachdenken. Denn es gibt eine Reihe Vorteile die man auf den Webseiten der Clubs nachlesen kann. Der wohl wichtigste Vorteil ist der Übernachtungspreis. Nebenbei spart man bei der Anmeldung auf den Club-Campingplätzen das Vorzeigen eines Passes.

Wenn die Reise geplant wird, sollte man schauen, welche Plätze am Reiseweg liegen und ob sich Übernachtungen auf Clubplätzen anbieten. Bei unserer Reise passten 3 Camping- und Caravaning Club Plätze zu unserer Route. Im Durchschnitt reduzierte sich durch die Mitgliedschaft der Übernachtungspreis pro Platz bei 4 Personen (2E/2K) jeweils um mehr als 20 £. Das ist schon eine Menge.

Der Camping- und Caravaning Club bietet verschiedene Mitgliedschaften an:

3-monatige Mitgliedschaft für Nichtbriten für ca. 25 £
1 Jahres Mitgliedschaft mit e-Paper Clubzeitschrift für 38 £
1 Jahres Mitgliedschaft mit Papier Clubzeitschrift für 44 £

Die von uns besuchten Campingplätz waren:

Normans Bay Campsite“ s.a. Blogbeitrag
Sennen Cove“ s.a. Blogbeitrag
Camping Salisbury“ s.a. Blogbeitrag

Links fahren in England

Links fahren in England

Bevor ich das erste Mal in England von Bord der Fähre gefahren bin, hatte ich schon ein wenig Muffensausen. Wie würde es wohl sein, plötzlich auf der linken Fahrbahnseite zu fahren? Glücklicherweise fährt man aus dem Hafen Dover heraus erst einmal eine gewisse Zeit auf mehrspurigen Schnellstraßen. Das ist wie eine Pufferzone zu den doch recht engen untergeordneten Nebenstraßen Englands. Wider Erwarten hat es richtig Spaß gemacht. Ich empfand es auch nicht als Nachteil, auf der linken Fahrbahnseite zu sitzen. Da ist die Situation für den Beifahrer deutlich gewöhnungsbedürftiger. Plötzlich fahren große Fahrzeuge ganz eng am Fenster des Copiloten vorbei. Da kann das Herz schon mal in die Hose rutschen.

Wir waren mit dem eigenen Wohnmobil unterwegs. Das erleichtert die Umstellung auf das Linksfahren in England vor allem auf den engen kleineren Straßen ungemein. Man kennt sein Fahrzeug. Auch ist es von Vorteil, schon ein wenig Fahrpraxis zu besitzen. Fahranfängern würde ich nicht empfehlen, gleich durch England fahren zu wollen. Zur Vorsicht rate ich denjenigen, die große Wohnmobile nicht gewöhnt sind und sich ein solches Fahrzeug mieten. Die erste Wohnmobilreise sollte dann nicht gleich nach England gehen.

Wie in vielen Ländern, erleichtern auch in England die unzähligen Kreisverkehre das Fahren ungemein. Keine Angst, es besteht nie die Gefahr, versehentlich rechts herum in einen Kreisverkehr einzufahren. Alles in allem braucht der Wechsel auf die linke Straßenseite kein Hinterrungsgrund für eine Reise durch England sein.

Man sollte aber unbedingt obigem Hinweisschild glauben. Wenn da „ungeeignet“ steht, dann ist das auch so. Nicht jedes Wohnmobil ist lang. Ich hielt meines auch eher für kurz. Am Ende peitschten Äste und Zweige von beiden Seiten gegen das Fahrzeug. Als dann diesem Schild bei einer zweiten Warnung noch das Schild „20% Gefälle“ beigegeben wurde, war ich froh, dem auf halben Weg an einer Kreuzung noch entkommen zu können.

Les Mées

Les Mées

Die Attraktion von Les Mées sind die Mönchsfelsen. Von weitem schaut die Felsformation aus, wie eine Reihe kapuzentragender, eng nebeneinander stehender Mönche. Um dieses Gestein gibt es einen ca. 3,6 km langen Rundwanderweg. Es ist nicht ganz unwichtig, in welcher Richtung man die Wanderung angeht. Wer es gerne hinten heraus etwas spannender mag, sollte links herum laufen. Dann geht es erst durch die schmalen Gassen des Ortes und dann parallel zur Straße entlang der Vorderfront der Felsen. Am Ende der steinernen Formation geht es dann über schmale Pfade bis hinauf über die Felsenspitzen. Danach führt der Weg über schmale Grate auf der Rückseite wieder hinab. Wichtig für die Runde ist unabhängig von der Laufrichtung festes Schuhwerk und im Sommer wirklich ausreichend zu Trinken. Sie ist auch gut mit wandertauglichen Kindern zu machen. Vor allem für diese ist es eine spannende Tour, da die Wege „in den Bergen“ teilweise schon etwas abenteuerlich sind. Die Tour ist gelb markiert. Man ist länger unterwegs, als man es normalerweise bei knapp 4 km annimmt. Wir haben mit unseren Kindern (8, 11) dafür 4,5 Stunden gebraucht. Mindestens 30 Minuten haben wir verloren, weil wir einmal nicht dahin gegangen sind, wohin der gelbe Pfeil zeigte. Fünfzig Höhenmeter enge Serpentinenpfade über Geröll nach unten und wieder zurück waren die Folge. Von oben bieten sich immer wieder wirklich tolle Sichten über das weite Tal und die umliegenden Berge. Ein Muss in dieser Gegend!

Zum Übernachten bietet sich ein direkt an Start und Ziel gelegener Camping Municipale an. Einfach, sauber und preiswert. Da macht man nichts verkehrt. Das Baguette muss man sich allerdings im Ort kaufen.

Geocaching:
Einige Zeit hat es aber auch gedauert, der Kette aus 10 Tradis entlang der Tour zu folgen. Die Kinder waren begeistert. Auch wenn wir, vor allem der großen Hitze geschuldet, nicht alle gefunden haben.

Tipp:
In Teilen Frankreichs ist es üblich, die Toilettenbecken ohne Toilettenbrillen einzusetzen. Es ist daher empfehlenswert, einmal verwendbare Papiertoilettensitze mitzuführen.

Kamp Alpe und die Velika-Planina

Kamp Alpe und die Velika-Planina

Am Fuße der Steiner Alpen direkt an der Talstation der Seilbahn zur Velika-Planina – einer Alm in ca. 1550 m Höhe, liegt „Kamp Alpe„. Genauer gesagt, der Bereich für Wohnwagen und Wohnmobile (N 46.18.355 und O 14.36.512). Zu voll sollte es hier nicht werden, denn es gibt nur eine Toilette und eine Dusche – für alle. Aber es ist gemütlich und mitten in der Natur. Über die Straße und 300 m den Waldweg hinauf befindet sich die Rezeption, samt gemütlichem Freiluftrestaurant und einer Wiese für einige Zelte. Wohnmobile und Gespanne sollten es vermeiden da hoch zu fahren. Die Wendemöglichkeit ist recht knapp bemessen. Zur Anmeldung sollte man nach oben laufen, oder auf dem unteren Platzteil schon aufbauen und warten, bis der Betreiber vorbei schaut. Im unteren Bereich steht eine Kletterwandkonstruktion, die wohl jeder benutzen kann. Entweder man hat eigene Sicherungstechnik dabei, oder klettert halt ohne. Ich habe beides gesehen.

Ab 8 Uhr kann man mit der Seilbahn hinauf zur Velika-Planina fahren. Von ca. 580 m auf ca. 1500 m. Von dort kommt man noch etwas über 100 m mit dem Sessellift weiter nach oben. Das Ganze für 35 € (2/2) und mit Rückfahrkarte. Wobei der Sessellift schon etwas gewöhnungsbedürftig ist. Mal fährt er gemütlich vor sich hin, mal schneller und mal hält er einfach kurz an. Man kann die Wege natürlich auch zu Fuß bewältigen. Wie auch immer man oben ankommt, mit etwas Glück wird man mit herrlichen Ausblicken belohnt. Leider ist man aber nicht allein. Trotzdem ist es möglich, sich von den vielen Wanderern abzusondern und die Gegend einige Stunden fast allein zu erkunden. Über das Hochland verteilt sich die berühmte Alm. Vorbei an den typischen Almhütten und mitten durch überall weidende Kuhherden bergauf und ab – das hat Spaß gemacht.