Schwerin

Schwerin

Schwerin ist ein „Dorf“. Das ist nicht negativ gemeint, eher der Tatsache geschuldet, dass man sich hier ja in der Hauptstadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern befindet. Eine Landeshauptstadt stellt man sich einfach anders vor. Einzig das Schweriner Schloss soll für die Abgeordneten den Ausschlag gegeben haben, sich für Schwerin als Hauptstadt zu entscheiden. Das kann man irgendwie verstehen, denn das Schloss ist wirklich eine Pracht. Wie es hier am Schweriner See steht, das hat schon was.

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Das Schloss im Rücken ist der Blick auf die Stadt dann Überraschung auf eine andere Art. Irgendwie konnte Schwerin sich nicht so richtig für eine Architektur entscheiden, möchte man meinen. Der Grund für das architektonische „Durcheinander“ liegt aber wohl in dem Glück, von den Bomben des 2. Weltkrieges größtenteils verschont geblieben zu sein. Üppige Stadtpalais stehen neben Häusern mit Fachwerk und mehrstöckigen Bürgerhäusern in lockerer Reihenfolge. Im Zentrum der Stadt gibt es zwar auch einen Platz mit den üblichen Einkaufstempeln, wie man sie in jeder Stadt findet, aber rundum macht es Spaß durch die Nebenstraßen zu wandeln. 

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Das gilt besonders für die Abendstunden. Mit Einbruch der Dämmerung verwandeln sich Teile des Stadtzentrums in Gassen mit besonderer Beleuchtung. Als Tourist ist es eine wahre Freude abends durch die Stadt zu flanieren. Wer dann noch in einer urigen kleinen Fischkneipe essen möchte, sollte bei „de Fischjungeinkehren, oder sich eine der vielen leckeren und garantiert frisch zubereiteten Fischsemmeln auf die Hand mitgeben lassen.

Schwerin - Hanger 19
Mit dem Wohnmobil kann man irgendwo zwischen den Häusern unweit des Stadtzentrums übernachten, oder auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz fast direkt vor dem Schloss stehen. Das ist für eine Nacht sicher nicht schlecht. Da Schwerin aber mehr als nur einen Besuchstag verdient hat, empfehle ich den „Hanger 19„, einen reinen Womo-Stellplatz gegen Gebühr, mit feinen Sanitäranlagen und einer kleinen Kneipe am Platz. Man steht selbst in der dritten Reihe quasi noch direkt am See, läuft 15 Minuten gemütlich zu Schloss und hat einen täglich geöffneten Bäcker unweit der Anlage.
Wer Fahrräder dabei hat, ist hier genau richtig. Schwerin ist für Fahrradfahren wie gemacht. Routen um einen der vielen Seen oder quer durch die Landschaft sind perfekt ausgeschildert. Für evtl. Probleme mit dem Bike gibt es mehrere Fahrradläden (-werkstätten). Ich kann hier besonders „Ben’s Fahrradladen“ empfehlen, der mir spontan bei einem Problem geholfen hat.

Maccagno am Lago Maggiore

Maccagno am Lago Maggiore

Maccagno ist ein Ort am östlichen Ufer des Lago Maggiore. Es gibt zwei Campingplätze und direkt am Stadion neben dem Campingplatz „Lagocamp“ einen großen freien Wohnmobilstellplatz. Ich konnte nichts entdecken, was auf Gebühren schließen ließ. Allerdings steht man hier den ganzen Tag in der prallen Sonne. Schattiger steht man da auf dem nahen Campingplatz „Lagocamp“. Der ist wieder ein Beispiel dafür, wie man auf wenig Gelände viele Camper unterbringen kann. Der ganze Platz steht voller deutscher Urlauber. Klar, dass alles ordentlich und fein organisiert abläuft. Im Minimarkt gib es alles für die Grundversorgung. Die Pizzaria aus dem Ort liefert hier allabendlich auf Vorbestellung an. Beim örtlichen Supermarkt ist man in 15 Minuten Fußweg. Im Ort sind verschiedene Wanderwege ausgeschildert. Alle führen bergauf. Ist man ein paar Meter hoch, hat man immer wieder schöne Aussichten über den See.

Maccagno - Lago Maggiore
Mit dem Wohnmobil nach Potsdam

Mit dem Wohnmobil nach Potsdam

Potsdam mit dem Wohnmobil ist idealerweise auch gleich Potsdam mit dem Fahrrad. Die Lage der Stadt im Grünen und entlang der Havel verlangt geradewegs danach und Fahrradwege sind überall in der Stadt zu finden. Neben Sanssouci und anderen kulturhistorischen Bauten gibt es hier auch mit Kindern viel zu entdecken.

Ganz oben steht dabei der Filmpark Babelsberg. Das ist quasi ein Rundumpacket für groß und klein. Über Außendrehplätze einer aktuellen Daily Soap, Kulissen vergangener Filme, die Technik der Maskenbildner bis zu einer spannenden Stunt-Show – der Tag geht ganz schnell vorbei. Wer mag, kann auch einen 4D-Film erleben.

Nicht oft wird in einer großen Stadt eine Schwimmhalle mit Sport- und Familienbecken quasi mitten im Zentrum errichtet. Direkt am Hauptbahnhof, natürlich auch mit dem Fahrrad prima zu erreichen, findet man das „blu – Sport- und Freizeitbad“. Das ist für die Kinder prima als Belohnung für einen Ausflugstag geeignet.

Zum Übernachten bietet sich ein Platz am Volkspark Potsdam an. Auf einem Parkplatz am Gelände der Bundesgartenschau 2001 befinden sich mit hohen Hecken eingezäunte Bereiche, in denen Wohnmobile wunderbar kostenfrei stehen können (GPS 52.419370° 13.049658°). Es fehlen zwar Möglichkeiten für Ver- und Entsorgung, für einige Tage ist das aber kein Problem. Direkt daneben beherbergt ein großes Gebäude die „Biosphäre Potsdam“. Vom Stellplatz sind es mit dem Fahrrad an die Havel und ins Stadtzentrum nur Katzensprünge.

Wohnmobilstellplatz in Berlin

Wohnmobilstellplatz in Berlin

Die Umweltzone zwingt Wohnmobile ohne grüne Plakette dazu, etwas außerhalb zu übernachten. Zum Glück ist der Nahverkehr in Berlin wirklich gut aufgestellt, S- und U-Bahn sei Dank. Wir hatten für einige Tage im Dezember den „Wohnmobilpark Berlin“ in Tegel ausgewählt. Auf der Website wird mit einer ruhigen, verkehrsgünstigen Lage im Grünen geworben. Bei unserer Ankunft waren wir darüber allerdings etwas erstaunt. Der Platz liegt direkt an dicken Verkehrsadern und die S-Bahn fährt auch unweit daran vorbei. Wider erwarten war es dann allerdings wirklich erstaunlich ruhig. Im Dezember ist es natürlich mit dem Grün nicht soweit her, aber Bäume und Hecken auf dem Gelände lassen hier auf andere Jahreszeiten hoffen. Supermärkte und ein Bäcker sind in fußläufiger Entfernung genauso gut zu erreichen, wie der Nahverkehr. Es gibt Ver- und Entsorgung auf dem Platz und Gasflaschen können getauscht werden. Soweit alles gut.

Was mir überhaupt nicht gefallen hat, ist die Preisgestaltung. Man zahlt pro Tag den Preis für einen Stellplatz plus City-Tax. Dazu kommen nun noch (wieder pro Tag) 5€, um das kleine Sanitärgebäude benutzen zu dürfen. Den Preis muss man allerdings zahlen, damit man dann noch für 1€ zusätzlich duschen darf. Das habe ich schon geschickter vergütet gesehen. Ähnlich verhält es sich mit dem Stromgebühren. Mit 3A abgesichert, kostet pro Tag 4€. Mit dieser Absicherung kann ich mir nicht einmal Teewasser kochen. Mit 16A abgesichert, kostet die kWh 1€ bei 4€ täglicher Mindestgebühr. Mit 4 kWh und einer Absicherung mit 16A pro Tag kann ich schon eine Menge machen, vor allem meinen Wasserkocher betreiben. Das wird andernorts auch besser gelöst.

Solche kleine Nebensächlichkeiten halten Wohnmobilisten natürlich nicht davon ab, ihre jeweiligen Reiseziele zu erkunden. Gerade in Berlin gibt immer wieder neue Ecken zu entdecken. So z.B. das Innere des „Rote Rathaus„, oder auch ein spezieller Blick auf die Siegessäule.

Mit dem Wohnmobil nach Quedlinburg

Mit dem Wohnmobil nach Quedlinburg

Quedlinburg ist eine der schönen alten Städte, die man selbst bei schlechtem Wetter wunderbar erkunden kann. Hier gibt es herrliche alte Gassen samt Bebauung zu bestaunen, egal ob es sonnig oder wolkig ist.

Es gibt aber auch jede Menge Touristen, die mit PKW, Bus oder halt Wohnmobil anreisen. Wer mit seinem Wohnmobil über Nacht bleiben möchte, bekommt 3 Stellplätze angeboten. Man liest allerlei über Ausstattung und Qualität im Internet.

Wir haben uns für den Stellplatz am Marschlinger Hof (N  51.791407 und E  11.139712) entschieden und wurden nicht enttäuscht. Das Gelände ist ein großer Parkplatz, der hauptsächlich von Reisebussen genutzt wird. Denen wird auch ausgiebig Platz eingeräumt. Auf einem kleinen Teil ist ein PKW Parkplatz eingerichtet. Für Wohnmobile sind 7 Stellplatze vorgesehen. Das ist nicht viel und man muss schon Glück haben, einen freien zu ergattern. 24 h kosten hier (wie wohl auch an den anderen beiden Stellplätzen der Stadt) 10 € plus pauschal 5 € Kurtaxe. Strom kann gegen Gebühr entnommen werden, wenn eine Dose frei ist. Am Platz befindet sich eine kleine Information und eine Toilette, die während der Öffnungszeiten gegen Endgeld genutzt werden kann. Während der Nacht ist der Platz angenehm ruhig.

Empfehlung:
Das Eis vom Eiscafe Blumenbund am Markt. Besonders das Fruchteis ist der Hammer!

Geocaching:
Natürlich kann man sich auch hier wieder von den gelegten Caches durch die Stadt treiben lassen. Besonders empfehlenswert sind hier die Multis, von denen man gezielt geführt wird. Hier noch 2 Hinweise:

Bei „Alte Glasmanufaktur“ werden am 2. Wegpunkt 2 Buchstaben gesucht. Lt. der Einträge hat das oft zu Verwirrungen geführt. Ich empfehle hier, die Aufmerksamkeit auf eine Gebäudeecke zu legen.
Bei „Schatz am DOM“  Magnetheber nicht vergessen!

Minipony-Ranch in der Lausitz

Minipony-Ranch in der Lausitz

Die Minipony-Ranch in Felixsee bei Spremberg ist für pferdebegeisterte Kinder ein tierisches Eldorado. Ponys verschiedener Größen galoppieren unmittelbar neben den Wohnmobilstellplätzen über die Koppeln. Die Kinder können die zahmen Pferde an die Zäune locken und streicheln.

Das Anliegen der Ranchbesitzer ist es, Kinder an Pferde heranzuführen. Dazu gibt es ein breites Angebot. Reitstunden an der Longe können gebucht werden. Da es für verschiedene Kindergrößen passenden Ponys gibt, können die Kinder sich das richtige Pferd selbst mit von der Koppel holen. Das reiterische Können spielt hier keine Rolle. Beim Striegeln und Pflegen der Tiere oder den Rundgängen mit dem Besitzer über die Koppel erfahren die Kinder (und auch die Eltern) eine Menge über Pferde im Allgemeinen und Ponys im Besonderen.

Die Kinder dürfen die Ponys über eine Art Hindernisparkour führen, um ein Gefühl für die Tiere zu bekommen. Das ganze kann man in einen Kindergeburtstag packen, der extra buchbar ist. Ein riesiger Spaß ist es dabei, ein Ponny mit Kreide bunt anzumalen und danach wieder abzuwaschen.

Die Ranch kann man als Tagesausflügler besuchen. Schöner ist es natürlich, wenn man mit dem Wohnmobil gleich vor Ort bleibt. Der Übernachtungspreis ist mit 9,50 € pro Mobil, zzgl. 2 € Strom, moderat. Duschen sind im Preis inbegriffen. Ver- und Entsorgung ist vorhanden. Wer ohne Wohnmobil übernachten möchte, kann das einzige Zimmer (4 Betten) mieten.

Einen großen Teich voller Koi-Fische, die von den Kinder nach Herzenslust gefüttert werde dürfen, gibt es auch noch. Fahrradfahrer finden unweit der Ranch ausgeschilderte Radwege. In einer Entfernung von ca. 400 m gibt es einen kleinen Bäcker-Dorfladen und eine Gaststätte. Zum Baden an den Felixsee mit seinem Aussichtsturm sind es 2,5 km. Mit dem Fahrrad kein Problem. Es sollte somit nicht schwer sein, vor Ort einige interessante Tage mit der ganzen Familie zu verbringen.

Geocaching:

In ca. 7 km Rad-Entfernung findet man eine schöne Cacher-Runde mit 16 Tradis und 2 Boni zum Thema „Pokemon“. Die Strecke ist ca. 5 km lang und sowohl zu Fuß, als auch mit dem Rad gut zu umrunden. Besonders Kindern wird diese Suche sehr gut gefallen. Der Erste ist dieser hier: GC6WJGT