Maccagno am Lago Maggiore

Maccagno am Lago Maggiore

Maccagno ist ein Ort am östlichen Ufer des Lago Maggiore. Es gibt zwei Campingplätze und direkt am Stadion neben dem Campingplatz „Lagocamp“ einen großen freien Wohnmobilstellplatz. Ich konnte nichts entdecken, was auf Gebühren schließen ließ. Allerdings steht man hier den ganzen Tag in der prallen Sonne. Schattiger steht man da auf dem nahen Campingplatz „Lagocamp“. Der ist wieder ein Beispiel dafür, wie man auf wenig Gelände viele Camper unterbringen kann. Der ganze Platz steht voller deutscher Urlauber. Klar, dass alles ordentlich und fein organisiert abläuft. Im Minimarkt gib es alles für die Grundversorgung. Die Pizzaria aus dem Ort liefert hier allabendlich auf Vorbestellung an. Beim örtlichen Supermarkt ist man in 15 Minuten Fußweg. Im Ort sind verschiedene Wanderwege ausgeschildert. Alle führen bergauf. Ist man ein paar Meter hoch, hat man immer wieder schöne Aussichten über den See.

Maccagno - Lago Maggiore
Lago di Mergozzo

Lago di Mergozzo

Wenn man den Lago Maggiore entlang Richtung Süden fährt und die Uferstraße in der Bucht von Verbania verlässt, führt der Weg direkt zum Lago di Mergozzo. Dieser See galt früher als der Sauberste Europas, heute spricht man immer noch von einem der saubersten Seen Italiens. Am westlichen Ufer wird man gleich auf eine große Campinganlage aufmerksam, den „Continantal Camping Village„. Anfang der Neunziger war ich schon einmal an diesem idyylischen See. Damals befand sich hier ein sehr gemütlicher Campingplatz, mit einem kleinen Seezugang zwischen Schilf. Heute findet man hier eine sehr große Anlage mit Stellplätzen für Zelte, Wohnwagen und  -mobile und einem Areal Mietbungalows. Es gibt eine große Poolanlage auf dem Platz, Kneipen, Supermarkt, große Spielplätze und gleich nebenan einen Golfplatz. Wer das alles mag, ist hier für „nicht ganz billig“ wirklich gut aufgehoben. Den Strandbereich hat man ausgeweitet. Man kann Kanus und SUP ausleihen und die Kinder können sich in einem Wasserrutschenareal austoben.
Mergozzo
Das Wasser ist warm und weit in den See hinein flach. Für Kinder ist das alles ideal. Nur die Idylle der Natur hat gelitten. Es ist nicht mehr so romantisch, abends am Ufer zu sitzen und zu dem kleinen Ort Mergozzo hinüberzusehen. Den See mit Fahrrad oder zu Fuß zu umrunden ist gut möglich. Auf einer Seite führt die Straße zum Ort und auf der anderen Seite ein teilweise holpriger Wanderpfad. Direkt am kleinen Hafen von Mergozzo steht ein riesiger Baum, der so eine Art Baumkulturerbe ist. Das der noch steht, verdankt er nur einem üppigen Stahlgerüst. Zwischen Wurzel und Baumkrone ist nicht mehr viel übrig und trotzdem trägt der Baum Blätter. Daneben wird meist aus einem kleinen Kiosk eine Köstlichkeit des Ortes verkauft: Fugascina di Mergozzo, ein Gebäck, dass ausschließlich in diesem Ort hergestellt wird. Hier sollte man reichlich zugreifen. Ein Rezept zum selber backen habe ich im Internet gefunden.
Mergozzo - Kiwibaum
In dem Wanderführer „Lago Maggiore“ wird eine Wanderung rund um den See beschrieben, die dazu einen Bogen etwas ab vom See mit beschreibt. Diese Strecke ist mit 4,5 h angegeben. Der Weg um den See ist ungefähr halb so lang. Man sollte die Zeit für den Ort zusätzlich mit einplanen. Der Wanderweg beginnt direkt am Campingplatz. Wenn man ganz links auf dem Platzgelände Richtung See läuft, kommt man zu einem Zaun, der den Golfplatz abtrennt. Dort geht man durch eine kleine Pforte und dann immer den Pfad am See entlang. Nach der Unterführung der Bahngleise, geht es etwas steil die Straße hinauf. Nach einigen Serpentinen, führt ein kleiner Wanderweg rechts in den Wald. Ist man dann in Mergozzo, empfehle ich auf Höhe der ersten Häuser links Ausschau nach einem wunderbaren Kiwibaum Ausschau zu halten. Solch ein Exemplar sieht man nicht alle Tage.
Cannero am Lago Maggiore

Cannero am Lago Maggiore

Aus dem Norden kommend, führt die Straße nach Cannero zwangsläufig am Wohnhaus von Erich-Maria Remarque vorbei. Man kann zwar gegenüber selbst mit einem Wohnmobil gut halten, hat aber wenig davon, weil vom Grundstück nicht viel zu sehen ist. Man steht vor einer Wand und Gestrüpp. Der Rest ist verdeckt und nicht einsehbar. Der wahre Remarque-Fan ist enttäuscht – und fährt weiter. Vielleicht, wie wir, nach Cannero.
Cannero-Camping
Wir suchten einfach einen Platz für wenige Übernachtungen und dort konnte im Vorfeld reserviert werden. Wer schon einmal am Lago Maggiore war, weiß, dass zwischen See und Berg nicht so viel Platz ist. Auch nicht für Campingplätze. In dem kleinen Ort gibt es nur einen Campingplatz, den „Lido Cannero Riviera„. Der Platz liegt direkt am Wasser und verteilt auf zwei Seiten einer kleinen Straße. Diese ist abends völlig leer, aber tagsüber links und rechts zugeparkt von den Autos badewilliger Besucher umliegender Quartiere. Trotzdem schaffen es selbst große Wohnmobile die zugewiesenen Stellplätze zu erreichen. Wohnwagen müssen allerdings manchmal abgehangen und manuell manövriert werden. Es ist wie immer, hilfswillige Campingfreunde sind dafür überall zur Stelle. Die Stellplätze sind recht klein angelegt, was an solchen Orten im Süden und in der Saison oft so ist.
Cannero - Badestrand
Der Bereich am Ufer ist groß, aber tagsüber recht voll. Niemand erwartet am Lago Maggiore weite Strände und so sind alle zufrieden. Zu Fuß ist man in wenigen Minuten im kleinen alten Ortskern mit kleinem Supermarkt oder am Ufer entlang, vorbei an etlichen Lokalen, an der Schiffsanlegestelle.
Carmine Superiore
Zwischen Cannero und Cannobio gibt es einen ausgeschilderten Wanderweg etwas oben in den Hängen. Laut dem Wanderführer „Lago Maggiore“ wird die Wanderzeit mit 2:45 h angegeben. Den Rückweg kann man dann alternativ mit dem Schiff absolvieren. Der Weg ist meist schattig und läuft sich leicht bergauf und -ab sehr gemütlich. Wir sind bis zu dem kleinen Dorf Carmine Superiore und von dort den selben Weg wieder zurück gelaufen. Im Hochsommer sehnt man sich dann doch bald wieder nach einem Bad im See. Der Ort liegt malerisch über dem See, hat aber keine Straßenanbindung. Hier zu leben – das muss man wirklich wollen.
Latsch im Etschtal

Latsch im Etschtal

Egal, ob man vom Brenner oder Reschenpass kommt, man fährt in das Tal und sieht zwischen den hohen Bergen überall Apfelbäume. Daneben strömt geräuschvoll und schäumend, die Etsch (Adige) gen Osten. Schön angelegte Fahrradwege führen durch die Apfelplantagen und entlang des Flusses durch das Tal. 

Im Ort Latsch befindet sich die Talstation der Seilbahn, mit der man in wenigen Minuten von 630 auf 1740 m zum kleinen Ort St. Martin kommt. Von der Bergstation führen verschiedene gut ausgeschilderte Wanderwege in alle Richtungen. Wir sind eine Runde gelaufen, die uns zum ViewPoint „Dolomitenblick“ auf 1960 m geführt hast. Bei guter Sicht soll man hier eine weite Aussicht haben. Wir hatten keinen so guten Ausblick. Freunde des Geocachens kraxeln noch 100 m den Hang hinauf, um fündig zu werden. Alles in allem waren wir mehr als 2,5 h unterwegs. Bei der Planung sollte man beachten, dass die Seilbahn von 12:30 bis 14:00 Uhr Mittagsruhe hat. Wir hatten das nicht beachtet und kamen so noch auf eine reichliche Stunde Relaxing mit herzlichen Aussichten ins Tal.

Zum Übernachten bietet sich „Camping  Latsch“ direkt unter der Seilbahn an. Das ist ein recht gemütlicher Platz zwischen Straße und Etsch. Wir haben in erster Reihe direkt am Fluss gestanden, das war eine gute Wahl, nur nachts etwas laut. Am Platz angeschlossen ist ein Hotel, samt Pizzeria und Shop. Zum Campingplatz gehört auch ein mittelgroßer Pool. Hier kann man sehr gut einige Tage verbringen.

Mit dem Wohnmobil im Hafen von Livorno übernachten

Mit dem Wohnmobil im Hafen von Livorno übernachten

Übernachten im Hafen von Livorno ist möglich (43.556095 und 10.304135), aber nicht einfach. Die Schwierigkeit besteht darin, Zugang zum Hafengelände zu bekommen. An jedem Tor stehen Leute und wollen am Abend vor der Abfahrt verhindern, dass man mit dem Wohnmobil auf das Hafengelände fährt. Einzige Ausnahme ist eine gebuchte Übernachtung auf der Fähre. Die haben natürlich die Wenigsten. Wir haben es nur geschafft, weil an einer der Hafeneinfahrten gerade so viel los war, dass der Einlasskontrolleur sich von mir überzeugen ließ, Bordschläfer zu sein. Hier muss man hartnäckig bleiben.

Der kleine Parkplatz im Hafen kann nicht so viele Wohnmobile aufnehmen. Es ist daher wichtig, zeitig da zu sein. Es gibt vor Ort eine Möglichkeit Grauwasser abzulassen. Wer es nicht schafft in den Hafen zu kommen, kann außerhalb im Bereich der Zubringerstrßen des Hafens übernachten. Im Umfeld von 43.563062 und 10.309703 ist das möglich.

 


Was erleben wir sonst noch unterwegs mit dem Wohnmobil?


 

Übernachten im Hafen von Livorno ist möglich (43.556095 und 10.304135), aber nicht einfach. Die Schwierigkeit besteht darin, Zugang zum Hafengelände zu bekommen. An jedem Tor stehen Leute und wollen am Abend vor der Abfahrt verhindern, dass man mit dem Wohnmobil auf das Hafengelände fährt. Einzige Ausnahme ist eine gebuchte Übernachtung auf der Fähre. Die haben natürlich die Wenigsten. Wir haben es nur geschafft, weil an einer der Hafeneinfahrten gerade so viel los war, dass der Einlasskontrolleur sich von mir überzeugen ließ, Bordschläfer zu sein. Hier muss man hartnäckig bleiben.

Der kleine Parkplatz im Hafen kann nicht so viele Wohnmobile aufnehmen. Es ist daher wichtig, zeitig da zu sein. Es gibt vor Ort eine Möglichkeit Grauwasser abzulassen. Wer es nicht schafft in den Hafen zu kommen, kann außerhalb im Bereich der Zubringerstrßen des Hafens übernachten. Im Umfeld von 43.563062 und 10.309703 ist das möglich.

Pisa

Pisa

Pisa, da muss man wenigstens einmal hin, um den schiefen Turm zu bestaunen. Denkt man. Bestaunenswert sind vor allem die Touristen. Es ist ein Freude, zu sehen, wie die vielen tausend Leute sich bemühen, alle mehr oder weniger gleich zu posen. Der Turm muss getragen, gehalten und die Träger, Halter und Stützer müssen dabei natürlich fotografiert werden.

Mein Tipp: Keinesfalls als Tagestourist da hin. Die quälen sich in langen Staureihen in die Stadt und in dicken Menschentrauben über das Gelände. Hier bietet es sich wirklich einmal an, auf einem Campingplatz zu übernachten. Camping „Torre Pendente“ befindet sich in fußläufiger Entfernung.

Viele Stellplätze sind mit Netzen überspannt, wodurch es angenehm schattig ist. Von hier aus kann man nach einem relaxten Tag (vielleicht im Pool) am Abend gemütlich zum schiefen Turm spazieren und die Anlage bei einem überschaubaren Touristenaufkommen genießen. Das es zumindest im Sommer dabei auch nicht mehr so heiß ist, ist ein angenehmer Nebeneffekt.