Latsch im Etschtal

Latsch im Etschtal

Egal, ob man vom Brenner oder Reschenpass kommt, man fährt in das Tal und sieht zwischen den hohen Bergen überall Apfelbäume. Daneben strömt geräuschvoll und schäumend, die Etsch (Adige) gen Osten. Schön angelegte Fahrradwege führen durch die Apfelplantagen und entlang des Flusses durch das Tal. 

Im Ort Latsch befindet sich die Talstation der Seilbahn, mit der man in wenigen Minuten von 630 auf 1740 m zum kleinen Ort St. Martin kommt. Von der Bergstation führen verschiedene gut ausgeschilderte Wanderwege in alle Richtungen. Wir sind eine Runde gelaufen, die uns zum ViewPoint „Dolomitenblick“ auf 1960 m geführt hast. Bei guter Sicht soll man hier eine weite Aussicht haben. Wir hatten keinen so guten Ausblick. Freunde des Geocachens kraxeln noch 100 m den Hang hinauf, um fündig zu werden. Alles in allem waren wir mehr als 2,5 h unterwegs. Bei der Planung sollte man beachten, dass die Seilbahn von 12:30 bis 14:00 Uhr Mittagsruhe hat. Wir hatten das nicht beachtet und kamen so noch auf eine reichliche Stunde Relaxing mit herzlichen Aussichten ins Tal.

Zum Übernachten bietet sich „Camping  Latsch“ direkt unter der Seilbahn an. Das ist ein recht gemütlicher Platz zwischen Straße und Etsch. Wir haben in erster Reihe direkt am Fluss gestanden, das war eine gute Wahl, nur nachts etwas laut. Am Platz angeschlossen ist ein Hotel, samt Pizzeria und Shop. Zum Campingplatz gehört auch ein mittelgroßer Pool. Hier kann man sehr gut einige Tage verbringen.

Queens View

Queens View

Dieser herrlicher Aussichtspunkt am Loch Tummel wird „Queens View“ genannt. Der Ursprung ist nicht ganz klar. Eine Theorie lässt den Namen auf Königin Victoria zurückgehen, die auf der Durchreise an diesem landschaftlich wunderschönen Platz verweilte und sich von den Strapazen der Reise (und des Lebens) kurz erholte. Hier ist es besonders idyllisch, wenn man am Abend anhält, das Café ist geschlossen und die (kostenpflichtigen) Parkplätze sind verwaist. Der Blick über den Loch Tummel ist zu dieser Zeit auch ohne die idealen Lichtverhältnisse beeindruckend.

Die Gegend ist so ruhig, dass man gern mit dem Wohnmobil frei übernachten möchte. Leider stehen hier, wie auf den Waldparkplätzen der Umgebung, die bekannten Verbotsschilder. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt kommt man unweit der A9 an einem größeren Campingplatz vorbei. Den wollten wir schon ansteuern, entdeckten dann aber vom „Queens View“ unten am See Wohnwagen.

Diese standen auf dem Campingplatz „Ardgualich Farm“. Das ist ein einfacher Campingplatz, hat sich aber als ein landschaftlicher Hauptgewinn entpuppt. Wir sind spontan eine Nacht länger dort geblieben, um den Ausblick zu genießen und und etwas zu wandern. Ausgeschilderte Wanderwege in die angrenzenden Wälder beginnen unweit des Platzes.

Mit dem Wohnmobil nach Quedlinburg

Mit dem Wohnmobil nach Quedlinburg

Quedlinburg ist eine der schönen alten Städte, die man selbst bei schlechtem Wetter wunderbar erkunden kann. Hier gibt es herrliche alte Gassen samt Bebauung zu bestaunen, egal ob es sonnig oder wolkig ist.

Es gibt aber auch jede Menge Touristen, die mit PKW, Bus oder halt Wohnmobil anreisen. Wer mit seinem Wohnmobil über Nacht bleiben möchte, bekommt 3 Stellplätze angeboten. Man liest allerlei über Ausstattung und Qualität im Internet.

Wir haben uns für den Stellplatz am Marschlinger Hof (N  51.791407 und E  11.139712) entschieden und wurden nicht enttäuscht. Das Gelände ist ein großer Parkplatz, der hauptsächlich von Reisebussen genutzt wird. Denen wird auch ausgiebig Platz eingeräumt. Auf einem kleinen Teil ist ein PKW Parkplatz eingerichtet. Für Wohnmobile sind 7 Stellplatze vorgesehen. Das ist nicht viel und man muss schon Glück haben, einen freien zu ergattern. 24 h kosten hier (wie wohl auch an den anderen beiden Stellplätzen der Stadt) 10 € plus pauschal 5 € Kurtaxe. Strom kann gegen Gebühr entnommen werden, wenn eine Dose frei ist. Am Platz befindet sich eine kleine Information und eine Toilette, die während der Öffnungszeiten gegen Endgeld genutzt werden kann. Während der Nacht ist der Platz angenehm ruhig.

Empfehlung:
Das Eis vom Eiscafe Blumenbund am Markt. Besonders das Fruchteis ist der Hammer!

Geocaching:
Natürlich kann man sich auch hier wieder von den gelegten Caches durch die Stadt treiben lassen. Besonders empfehlenswert sind hier die Multis, von denen man gezielt geführt wird. Hier noch 2 Hinweise:

Bei „Alte Glasmanufaktur“ werden am 2. Wegpunkt 2 Buchstaben gesucht. Lt. der Einträge hat das oft zu Verwirrungen geführt. Ich empfehle hier, die Aufmerksamkeit auf eine Gebäudeecke zu legen.
Bei „Schatz am DOM“  Magnetheber nicht vergessen!

Simon Jäger liest Sebastian Fitzek „Das Kind“

Simon Jäger liest Sebastian Fitzek „Das Kind“

WIR hören unterwegs

Es gibt kaum bessere Gelegenheiten, Hörbücher und Musik intensiv zu hören, als auf langen Autobahnfahrten mit dem Wohnmobil. Wenn dann die Handlung ordentlich spannend konstruiert ist, vergehen auch über 7 Stunden wie im Flug. Die Stimme von Simon Jäger trägt sehr gut durch das Geschehen, die hörspielähnlichen Szenen dazwischen halten die Spannung hoch. Sebastian Fitzek hat eine ziemlich weit hergeholte Story konstruiert, die aber schlüssig durchgezogen. Ich empfehle ausdrücklich, die ungekürzte Ausgabe von „Das Kind“ zu hören.

Ein Anwalt wird von einem zehnjährigen Jungen gebeten, seinen Fall zu übernehmen. Er hätte in einem früheren Leben Menschen umgebracht. Dies ist natürlich unrealistisch und der Anwalt lehnt die Übernahme ab. Nun wird ihm eine CD zugespielt, die zwar zeigt, wie sein vor zehn Jahren kurz nach der Geburt gestorbener Sohn im Krankenhaus verstirbt, aber ebenso, dass er heute noch lebt. Eine Stimme verspricht ihm die Adresse, wenn er den Fall doch übernimmt und seine Informationen weitergibt. Um es vorweg zu nehmen, die beiden Zehnjährigen sind nicht identisch. Das wäre zu einfach. Viel Spaß beim hören.

Mitgliedschaft in englischem Campingclub

Mitgliedschaft in englischem Campingclub

In England gibt es einige mehr oder weniger große Campingclubs. Das sind z.B. der Caravan Club und der Camping- und Caravaning Club. Gerade vor der ersten Reise auf die Insel fragt sich so mancher, ob die Mitgliedschaft in solch einem Campingclub unbedingt notwendig ist. Die Antwort ist ein klares Nein. Allerdings sollte man während der Planung der Reise trotzdem darüber nachdenken. Denn es gibt eine Reihe Vorteile die man auf den Webseiten der Clubs nachlesen kann. Der wohl wichtigste Vorteil ist der Übernachtungspreis. Nebenbei spart man bei der Anmeldung auf den Club-Campingplätzen das Vorzeigen eines Passes.

Wenn die Reise geplant wird, sollte man schauen, welche Plätze am Reiseweg liegen und ob sich Übernachtungen auf Clubplätzen anbieten. Bei unserer Reise passten 3 Camping- und Caravaning Club Plätze zu unserer Route. Im Durchschnitt reduzierte sich durch die Mitgliedschaft der Übernachtungspreis pro Platz bei 4 Personen (2E/2K) jeweils um mehr als 20 £. Das ist schon eine Menge.

Der Camping- und Caravaning Club bietet verschiedene Mitgliedschaften an:

3-monatige Mitgliedschaft für Nichtbriten für ca. 25 £
1 Jahres Mitgliedschaft mit e-Paper Clubzeitschrift für 38 £
1 Jahres Mitgliedschaft mit Papier Clubzeitschrift für 44 £

Die von uns besuchten Campingplätz waren:

Normans Bay Campsite“ s.a. Blogbeitrag
Sennen Cove“ s.a. Blogbeitrag
Camping Salisbury“ s.a. Blogbeitrag