Aix-Les-Bains am Lac du Bourget

Aix-Les-Bains am Lac du Bourget

Der Lac du Bourget ist ein wunderschöner Gletschersee, zwischen Bergen im Département Savoie gelegen. Es macht Spaß, mit dem Wohnmobil am Ufer entlang zu fahren und die Aussichten über den See zu genießen. Das ist es aber auch schon. Zumindest empfanden wir das auf der Fahrt vom südlichsten Punkt des Sees bis nach Aix-Les-Bains so. Da war sonst nichts, das uns unbedingt zum Verweilen aufgefordert hätte. Irgendwie fehlte die Gemütlichkeit. Dazu kam noch, dass der eine Campingplatz voll, der nächste klein und eng war. Gemütlich frei zu stehen gab es auch keine Möglichkeit. Eine vertretbare (schattige) Übernachtungsmöglichkeit ist der kostenpflichtige Womo Stellplatz „Aire Camping-Car Park de Aix-Les-Bains“ im Ort. Für 13 €, inkl. Strom (wenn noch eine Steckdose frei ist) sowie Ver- und Entsorgung pro Tag und Mobil darf man hier auch mehrere Tage bleiben.

Den See umrunden würde ich immer mal gerne, aber hier bleiben nicht unbedingt. Vielleicht wird es aber weiter oben verlockender. Ich freue mich über Tipps empfehlenswerter Örtlichkeiten an diesem See.

Geocaching:
Man sollten sich nicht von der Menge Tradis nördlich von Aix-Les-Bains verlocken lassen. Größtenteils sind die ungepflegt im Unterholz versteckt. Für mich unverständlich, da man sich dort in einer Art Naturschutzgebiet befindet.

Tipp:
In Teilen Frankreichs ist es üblich, die Toilettenbecken ohne Toilettenbrillen einzusetzen. Es ist daher empfehlenswert, einmal verwendbare Papiertoilettensitze mitzuführen.

Pont du Gard

Pont du Gard

Der Pont du Gard, unweit von Avignon, ist ein Aquädukt von beeindruckender Höhe mit einem der am besten erhaltenen Wasserkanäle aus der Römerzeit in Frankreich. Er überspannt den Fluss Gardes. Obwohl dieser im Sommer recht flach dahin fließt, ist er ein Eldorado für Kanufahrer. Boote kann man ausleihen und sich flussaufwärts absetzen lassen.

Direkt am Ufer bieten sich zwei Campingplätze zum Übernachten an. „Camping Les Gorges du Gardon“ wirbt mit Pool und Wasserrutschen. Vor Ort erweist er sich aber als ein recht kleiner Platz und trotz vieler Bäume mit wenigen Schattenplätzen. Wer in der Hauptsaison ohne Reservierung anreist, hat dann schon ein Problem. Meine Empfehlung ist ganz klar „Camping la Sousta„, ein großer Platz im Wald. Zwar gibt es auch hier ausgewiesene Stellplätze, aber diese haben eine lockere Struktur. Hier findet wohl jeder einen Stellplatz nach seinen Vorlieben. Von Reisenden ohne Wohnmobil oder Zelt können Mobilheime angemietet werden Ein Pool ist vorhanden, man kann sich aber auch gleich in dem zumindest optisch sauberem Fluss abkühlen. Die Baquettes werden vor Ort gebacken und wer will, kann sich auch eine frische Pizza in den Ofen schieben lassen.

Ein weiterer großer Vorteil dieses Platzes ist die Entfernung zum Aquädukt. 500 m zu Fuß sind es bis zur Brücke.Das Womo kann also stehen bleiben. Im Umfeld der Brücke kann man wandern, bergauf auf der einen Seite und durch eine riesige parkähnliche Anlage auf der anderen Seite. Natürlich gibt es auch Wege entlang des Flusses mit jeder Menge Möglichkeiten am Ufer zu verweilen und zu baden.

Geocaching:
Beidseitig sind einige Tradis versteckt. Am kompliziertesten ist hie und da das Terrain. Da muss man schon manchmal arg ins Gebüsch. Wer aber geduldig ist, wird zu wunderbaren Aussichten geführt.

links von der Brücke:
GC1HRJW – Hier muss man AUF einer bewachsenen Mauer suchen
GC4JYW3 – In einer Baumkrone in 1,60 m Höhe

rechts von der Brücke:
Hier gibt es auf den Hügeln eine Anzahl Caches und es ist nicht immer einfach, den richtigen Zugang zu finden.
GC16NQ3 – Am oberen rechten Brückenende vor dem Tunnel den Trampelpfad nach links gehen.
– Am oberen rechten Brückenende durch den Tunnel und dann nach rechts halten, aber nicht gleich rechts in die kleine enge Schlucht hinein, sonder den Weg bergauf.
GC1HRJM – Zugang wenn man vom Parkplatz nähe Camping la Sousta kommt hinter den Fahrradständern nach oben in den Wald. Oben führt dann der Weg immer gerade hoch bis zu einem zweiten, zerstörten Aquädukt. Da muss man rechts hoch. Oben ist er dann rechts im Gebüsch zu Füßen eines Olivenbaumes schnell gefunden.
GCVWND – Nach GC1HRJM geht es vorsichtig wieder zurück, hinunter zum Fuß der zerstörten Brücke und auf der anderen Seite wieder hinauf. Jetzt führt der Weg entlang der ehemaligen Wasserwege bis sich links so eine Art Plateau auftut. Dort wird man leicht fündig. Und kann eine wunderbare Aussicht genießen. Folgt man dann dem Weg weiter rechts in den Wald und bergab, kommt man am Ende zu einem breiteren Wanderweg. Dem nach links folgend, ist man nach kurzer Zeit wieder an der Straße in Höhe des Campingplatzes.

im Ort:
GC3K51Q – Folgt man den Koordinaten, landet man in der Nähe eines großen Innenhofes, der sowohl von der Haupt- als auch von der Nebenstraße am Friedhof erreichbar ist. Dort dann ganz links in der Mauer.

Tipp:
In Teilen Frankreichs ist es üblich, die Toilettenbecken ohne Toilettenbrillen einzusetzen. Es ist daher empfehlenswert, einmal verwendbare Papiertoilettensitze mitzuführen.

Stewart O’Nan „Der Zirkusbrand“

Stewart O’Nan „Der Zirkusbrand“

Warum sollte man dieses Buch unbedingt lesen?

Der Zirkusbrand
Stewart O’Nan

Weil Stewart O’Nan es perfekt verstanden hat, ein für sich genommen schlimmes Ereignis in Form eines Sachbuches so fesselnd zu beschreiben, dass man es wie einen Roman „verschlingen“ kann. Mir fällt hierzu nichts vergleichbares ein. Ein wirklich lesenswertes Buch über ein wirklich schreckliches Ereignis in einer amerikanischen Kleinstadt Im Jahr 1944. Während einer Vorstellung brennt ein Zirkuszelt ab. In der Folge sterben 167 Menschen, meist Frauen und Kinder. Das allein ist aus heutiger Sicht nicht sonderlich spektakulär. Die Augenzeugenberichte sind dies allerdings in höchstem Maße. Von 1944 bis 1999 begleitet O’Nan die Geschichte der Protagonisten, ob sie bei dem Unglück verstorben sind, oder überlebt haben. Er zeigt die Schwierigkeiten und Fehler bei der Identifizierung der teilweise bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Opfer genauso, wie den aufopferungsvollen Einsatz der Helfer. Er beschreibt die Traumen der Überlebenden und die Ermittlungen mehrerer Generationen Polizisten. Er beschreibt dies alles perfekt.

Les Mées

Les Mées

Die Attraktion von Les Mées sind die Mönchsfelsen. Von weitem schaut die Felsformation aus, wie eine Reihe kapuzentragender, eng nebeneinander stehender Mönche. Um dieses Gestein gibt es einen ca. 3,6 km langen Rundwanderweg. Es ist nicht ganz unwichtig, in welcher Richtung man die Wanderung angeht. Wer es gerne hinten heraus etwas spannender mag, sollte links herum laufen. Dann geht es erst durch die schmalen Gassen des Ortes und dann parallel zur Straße entlang der Vorderfront der Felsen. Am Ende der steinernen Formation geht es dann über schmale Pfade bis hinauf über die Felsenspitzen. Danach führt der Weg über schmale Grate auf der Rückseite wieder hinab. Wichtig für die Runde ist unabhängig von der Laufrichtung festes Schuhwerk und im Sommer wirklich ausreichend zu Trinken. Sie ist auch gut mit wandertauglichen Kindern zu machen. Vor allem für diese ist es eine spannende Tour, da die Wege „in den Bergen“ teilweise schon etwas abenteuerlich sind. Die Tour ist gelb markiert. Man ist länger unterwegs, als man es normalerweise bei knapp 4 km annimmt. Wir haben mit unseren Kindern (8, 11) dafür 4,5 Stunden gebraucht. Mindestens 30 Minuten haben wir verloren, weil wir einmal nicht dahin gegangen sind, wohin der gelbe Pfeil zeigte. Fünfzig Höhenmeter enge Serpentinenpfade über Geröll nach unten und wieder zurück waren die Folge. Von oben bieten sich immer wieder wirklich tolle Sichten über das weite Tal und die umliegenden Berge. Ein Muss in dieser Gegend!

Zum Übernachten bietet sich ein direkt an Start und Ziel gelegener Camping Municipale an. Einfach, sauber und preiswert. Da macht man nichts verkehrt. Das Baguette muss man sich allerdings im Ort kaufen.

Geocaching:
Einige Zeit hat es aber auch gedauert, der Kette aus 10 Tradis entlang der Tour zu folgen. Die Kinder waren begeistert. Auch wenn wir, vor allem der großen Hitze geschuldet, nicht alle gefunden haben.

Tipp:
In Teilen Frankreichs ist es üblich, die Toilettenbecken ohne Toilettenbrillen einzusetzen. Es ist daher empfehlenswert, einmal verwendbare Papiertoilettensitze mitzuführen.

Sisteron

Sisteron

Die kleine alte Stadt Sisteron wird wohl von allen besucht, die in der Gegend ihren Urlaub verbringen. Richtig eng wird es aber, wenn dazu noch der samstägliche Markt kommt. Es ist dann schwer, für große Wohnmobile einen passenden Parkplatz direkt im Ort zu bekommen. Empfehlen kann ich einen Parkplatz hinter der Zitadelle neben dem Friedhof (N 44 11.929 E 005 56.399). Da meist ohnehin ein Besuch dieser Burganlage auf dem Programm stehen wird, ist man sofort vor Ort. Der Weg durch die Altstadt und dann wieder hinauf zur Zitadelle und zum Parkplatz ist schön und empfehlenswert.

Geocaching:
Für Geocacher bietet es sich an, die Zitadelle links herum zu umlaufen und dabei drei Tradis mitzunehmen.

GC3QE3D – Am Hang zwischen Weg und Burgmauer in einem Gebüsch-/ Fels-Hügelchen
GC12395 – Im Herzen von einem Felsen (am Weg)
GC2ZWXJ – Hängend links am Weg bergab, ziemlich am Boden nach dem Strick suchen

Auf dem Weg durch die Altstadt kann dann ein weiterer Tradi mitgenommen werden:
GC32TXA – Er ist magnetisch und wegen der engen Gassen pendeln die GPS-Daten hin und her. In einer kleinen Gasse, am Ende eines dunklen Tunnelganges unter einem Haus hindurch, gibt es ein bunt angemaltes Fallrohr …

Tipp:
In Teilen Frankreichs ist es üblich, die Toilettenbecken ohne Toilettenbrillen einzusetzen. Es ist daher empfehlenswert, einmal verwendbare Papiertoilettensitze mitzuführen.