Orpierre

Orpierre

Hier muss man einfach einen Stopp einlegen. Orpierre ist eine kleine Gemeinde mit gerade einmal 300 Einwohnern. In diesem Ort ist fast alles auf Klettern ausgelegt. Neben der Möglichkeit selbständig und unabhängig zu klettern, gibt es Kurse für Anfänger und diese auch für die ganze Familie. Wanderfreunde können hier ausschwärmen und sich sicher einige Tage in der Umgebung beschäftigen. Leider gibt es keine Möglichkeit mit dem Womo frei zu übernachten. Aber es gibt den Campingplatz „Les Princes d’Orange„.

Der Campingplatz ist wirklich eine schöne Anlage, die sich über mehrere Etagen am Hang erstreckt. Es gib überall Bäume und somit genügend Schatten und jede Menge bungalowähnliche Mietobjekte. Dazu ist ein beheizter Pool vorhanden und eine offene Kletterhalle für jedermann. Das Ganze hat allerdings seinen Preis. Es kann nicht schaden auch in der Hochsaison seine Mitgliedschaft im ACSI vorzuzeigen. Wir bekamen 10% Rabatt.

Was hier aber wirklich schlecht ist, ist das WLAN. Per Smartphone ist kaum Empfang und das Angebot von einem externen Anbieter ist kostenpflichtig. Tipp: Wenige Meter vom Campingplatz entfernt, gibt es im Ort vor der Tourist-Information freies und recht schnelles Internet. Auf dem Weg dahin kommt man an einem kleinen Supermarkt vorbei, was in Orten dieser Größe auch in Frankreich nicht selbstverständlich ist.

Geocaching:
Auch hier gibt es einige Tradis zu finden und man muss dafür auch nicht (unbedingt) extra Bäume oder Felsen besteigen:

GC4GAR7 – Hier sollte den Hinweis vor Ort „Source“ ernst nehmen. Aber Vorsicht. Es könnte Kratzer geben. (wer weiter laufen möchte, hat noch die Chance auf 4 andere Tradis)
GC3QWD1 – Der ist in den Wurzel in ca. 2m Höhe nicht zu übersehen.
GC5Y18G – Hier muss man noch um das Nebengebäude herum und dann ins Gebüsch.
GC6A3B9 – An einer kleinen Brücke muss man aufpassen, dass man ihn nicht ins Wasser fallen lässt.

Tipp:
In Teilen Frankreichs ist es üblich, die Toilettenbecken ohne Toilettenbrillen einzusetzen. Es ist daher empfehlenswert, einmal verwendbare Papiertoilettensitze mitzuführen.

Lac d’Aiguebelette

Lac d’Aiguebelette

Auf dem Weg in den südlicheren Teil Frankreichs, direkt aus der Schweiz kommend, bietet sich der Lac d’Aiguebelette für einen Zwischenstopp an. Dies ist ein kleiner See in landschaftlich sehr schöner Lage. Beim Umfahren habe ich nur einen Platz gesehen, auf dem Womos frei standen. Ob dies auch nachts gestattet ist, weiß ich nicht. Es gibt aber einige Campingplätze am See, die man wohl alle ohne Reservierung anfahren kann. Die Gegend ist touristisch, zumindest Anfang Juli, absolut nicht überlaufen.

Ich habe mir 2 Campingplätze angesehen, „Camping Ferrand“ und „Camping Les Peupliers„. Beide sind langgezogen zum See hin angelegt. Ferrand ist etwas preiswerter, wirkt aber auf den ersten Blick ein wenig ungepflegt. Ein nicht unerheblichen Anteil an diesem Eindruck hat die Art der hier verwendeten Hocktoiletten und der von zuhause bekannten Becken, allerdings ohne Toilettenbrillen. Da reagiert der kritische Sauberkeitsblick besonders sensibel. Zumindest bei meiner Besichtigung wirkt der Les Peupliers hier sauberer. Beide Plätze haben schöne für Kinder geeignete Badebereiche. Paddeln ist sowohl mit eigenem Boot, als auch mit am Westufer geliehenen Kanus möglich.

Bis auf den südlichen Teil befinden sich neben der Straße überall Bereiche für Fahrradfahrer, so dass sich selbst mit Kindern eine tolle Runde um den See fahren lässt.

Geocaching:
Dabei können drei einfache Tradis gefunden werden, auch wenn man der Landessprache nicht mächtig ist:

GC5KA6B – Hier sollte man auf der Brücke suchen.
GC5K68Q – Hier sucht man an der Ecke der straßenseitigen Stirnseite.
GC6EDHE – Hier muss man nach „einem“ doppelten Baum Ausschau halten.

Tipp:
In Teilen Frankreichs ist es üblich, die Toilettenbecken ohne Toilettenbrillen einzusetzen. Es ist daher empfehlenswert, einmal verwendbare Papiertoilettensitze mitzuführen.

Meersburg am Bodensee

Meersburg am Bodensee

In Meersburg, einer netten kleinen Stadt am Bodensee, sollte man eigentlich mehr als nur eine Zwischenübernachtung einlegen. Obwohl es erst, wie so oft in touristisch gut besuchten Orten, so richtig schön in der Altstadt wird, wenn der Tagestourist wieder fort ist. In der Stadt bieten sich für Wohnmobilisten zwei Stellplätze zum Übernachten an. Im Ort ausgeschildert, wird man zu einem Kreisverkehr geführt. Dort sieht man gleich rechts den ersten Allmend-Stellplatz, der Zweite befindet sich dahinter. Die gegenüberliegende Ausfahrt am Kreisverkehr führt zum Ergeten-Stellplatz (N47°42.069 und E9°16.103). Von Vorteil ist für mich dort die (fast) unmittelbare Nachbarschaft zu einem Supermarkt. Auch scheint mir dieser Platz der ruhigere zu sein.

Die Übernachtungsgebühren von 12 € können mit Münzen oder Karte bezahlt werden. Die Dusche kostet 2x 0,50 € und läuft unbegrenzt. Die Sanitäranlagen befinden sich in Containern und werden regelmäßig von einem Hausmeisterdienst gereinigt. Ver- und Entsorgung ist möglich, Strom kann gegen Endgeld verbrauchsabhängig bezogen werden. Die drei Übernachtungsplätze sind ganzjährig geöffnet, allerdings im Winter ohne Sanitär.

Von hier läuft man in wenigen Minuten ca. 1km bergab in die Altstadt und zum See.

Stewart O’Nan „Die Chance“

Stewart O’Nan „Die Chance“

Warum sollte man dieses Buch unbedingt lesen?

Die Chance
Stewart O’Nan

Besser als die Süddeutsche Zeitung kann ich es nicht begründen: „Stewart O’Nan scheint eine Art absolutes Gehör für die Töne des alltäglichen Lebens zu haben, für den tieferen Sinn von kleinen Zärtlichkeiten und gewöhnlichen Gemeinheiten, für die vielfältigen Geräusche einer langsam erlöschenden Ehe.“ Und er kann all dies wunderbar beschreiben. Es ist äußerst selten, dass ich schon nach der Lektüre des ersten Absatzes ziemlich genau weiß: Dieses Buch, dieser Schriftsteller wird mir gefallen. Jeder Abschnitt beginnt mit einer Wahrscheinlichkeitsangabe. Übertragen auf diesen Beitrag könnte es heißen: „Wahrscheinlichkeit, dass es anderen Lesern mit diesem Buch genauso geht wie mir: 1:1“

Braunlage – Winter (Wohnmobilstellplatz Update)

Braunlage – Winter (Wohnmobilstellplatz Update)

Im Schnee sieht der „Reisemobilhafen Braunlage“ doch gleich viel romantischer aus. Dazu trägt auch noch bei, dass der Platz nur zu einem guten Viertel belegt ist.

Im Schnee sieht der „Reisemobilhafen Braunlage“ doch gleich viel romantischer aus. Dazu trägt auch noch bei, dass der Platz nur zu einem guten Viertel belegt ist.

Wer öfter auf diesen Wohnmobilstellplatz übernachten mag, kann gleich eine 10-er Karte kaufen. Dafür bezahlt man dann statt 10 € nur noch 8 € pro Übernachtung.

siehe auch: Braunlage – Silvester auf dem Wohnmobilstellplatz

Update: Leider ist dieser Stellplatz mittlerweile geschlossen. Schade.