Winterurlaub mit dem Wohnmobil – Wärmedämmung für das Fahrerhaus

Winterurlaub mit dem Wohnmobil – Wärmedämmung für das Fahrerhaus

Winterurlaub mit dem Wohnmobil ist wunderschön! Allerdings muss eine Bedingung erfüllt sein: kein Frieren! Das ist machbar, wenn man sich auf diese Urlaubsart ein wenig vorbereitet. Wo greift die Kälte an? Was kann ich dagegen tun? Mit diesen zwei Fragen hat man das Übel an der Wurzel.

Die Kälte kommt von überall her. Die Isolation der Wände hält sie ein Stück weit auf und auch die Fenster des Womoaufbaus isolieren durch die Doppelwandung ganz erträglich. Viel schwächer ist dagegen der Widerstand der Fahrerhausscheiben, gut an den Sturzbächen am Inneren der Scheiben nach einer kühlen Nacht zu erkennen. Zum Glück gibt es dafür Iso-Matten. Aber nicht alle sind wirklich gut geeignet.

Ganz klar, am besten sind die von außen über die Fahrerkabine zu legenden Hauben. Die Kälte wird damit schon außen von den Scheiben abgehalten. Aber wohin damit, wenn sie nass durch Schnee oder Regen sind? Für kleinere Wohnmobile, ohne dafür geeigneten Stauraum, wird das zum Problem. Generell wenig geeignet sind die von innen mit Saugnäpfen anzubringenden, passgenauen Isomatten. Teile der Scheibe bleiben frei, die Kälte zieht nach innen und die Feuchtigkeit läuft in rauhen Mengen am Glas hinunter.

Eine sehr gute und praktikable Lösung ist ein Isolationsvorhang für innen, wie z.B. der Isotherm – Vorhang von Kantop. Dieser wird bei Bedarf mit wenigen Druckknöpfen oberhalb der Scheiben festgemacht und an den B-Säulen mit Klettband befestigt. Die Isomatte ist so gearbeitet, dass sie um die Lenksäule herum geführt und dann gleichfalls mit Klettband geschlossen wird. Am Boden werden auch die Einstiegsstufen bedeckt. Das Anbringen dauert keine fünf Minuten. Da der Vorhang nicht nass wird, kann er bei Nichtgebrauch z.B. oben im Alkoven abgelegt werden. Kostenpunkt für meinen Ducato 244 im Januar 2013: 210 €.

Burg Falkenstein – das Burgfest

Burg Falkenstein – das Burgfest

Die Burg Falkenstein kenne ich nur, weil ich „Spuk unterm Riesenrad“ gesehen habe. Daher ist es schon komisch, dass ausgerechnet, wenn ich sie das erste Mal besuche, ein großes Event stattfindet. Tipp: Vom 03.-06. Oktober feiern die hier (wie vielleicht jedes Jahr) das Burgfest.

Zwei Drachen und viele Ritter spielen dabei die Hauptrollen, sie ziehen mehrfach durch die Burganlage. Kinder können sich zu Knappen ausbilden lassen und werden Teil des Spektakels. Das dauert zwar ein paar Stunden, ist für die Kleinen aber eine Riesennummer. Am Ende werden sie zu Rittern geschlagen

Pro Tag ist man als Familie mit 20 € (2013) dabei, inklusive Eintritt in die Burg. Ohne Kinder muss man für den Preis sicher Fan sein. Viele Besucher reisen gar schon in ihren „Trachten“ an. Mit Kindern ist das aber vertretbar, wenn man den ganzen Tag für den Besuch eingeplant hat.

Womo-Stellplatz: Für Wohnmobilisten gibt es am Fuße der Burg eine Parkplatz, auf dem man für 2 € Parkgebühr auch übernachten kann. Zumindest während der Öffnungszeiten der Information können für 0,25 € die angrenzenden Toiletten benutzt werden.

Schierke und der Brocken

Schierke und der Brocken

Wenn im Harz Rauch aufsteigt, muss nicht immer die Feuerwehr ausrücken. Oft ist einfach nur die Harzer Schmalspurbahn (HSB) unterwegs.

Der Brocken und das Wohnmobil passen in Schierke wahrscheinlich am besten zusammen. Zugegeben, ich habe nicht wirklich einen Vergleich, aber die Bedingungen sind hier einfach optimal. Höher am Gipfel kann man wohl sonst nirgendwo parken und Möglichkeiten dafür gibt es hier viele.

Womo-Stellplatz (2013): Wir stehen auf dem Parkplatz an dieser Art Sommerrodelbahn (N 51.45.856 und O 010.40.056) für 5 € Tagesparkgebühr. Einige Autometer weiter im Ort ist dies zu den gleichen Konditionen, aber ruhiger, auch auf dem Parkplatz an der alten Schule (?) möglich (eine Einfahrt nach dem „Niedrig Preis“ Supermarkt). Für Campingplatzfans gibt es den „Harz-Camping“, eine kleine, gemütliche Anlage, die ganzjährig geöffnet ist. Von da ist der Weg zum Brocken ca. 2 km länger, was wohl niemanden stört, denn der Platz ist voll und selbst bei Nachttemperaturen knapp über 0 Grad noch mit vielen Zelten belegt.

Schierke liegt in ca. 618 m Höhe. Bis zum Brocken (1.141 m) fehlen somit 523 Höhenmeter. Bis zum Gipfel sind es knapp 8 km. Zwei Stunden werden angegeben, wir brauchen mit den Kindern 3h 10″. Der kürzeste Weg führt uns über „Stock und Stein“ steil durch den Wald nach oben und ist für die Kleinen Herausforderung und Abenteuer zugleich. Mehrmals kreuzen die Schienen der HSB unseren Wald-Weg. WIR sind dabei nicht WIR allein, sondern ganze Busladungen Menschen mit dem gleichen Ziel. Stellenweise kommt man sich vor wie auf einer Massendemonstration. Auf dem Brocken das gleiche Bild. Menschenmassen! Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es halt eine Attraktion wie viele andere und von Touristen überlaufen. Nur ist es das Letzte, worauf wir im Naturschutzgebiet Harz vorbereitet sind. Man muss nicht nur auf Waldwegen nach oben kraxeln, die Brockenstraße ist asphaltiert und führt über 2 Mehrkilometer auch nach oben.

Einfach mal kurz in den Büschen verschwinden, ist bei dem Touristenaufkommen nicht jedermanns Sache. Darum wissend, hat der Markt die Regie übernommen und an den wenigen Toiletten in der Umgebung die Preise auf 1€ (in Worten: einen Euro) festgesetzt. Das Schlimme dabei sind trotz allem die bleibenden Schlangen vor den „Hütten“. Bald werden wir dort eine Zwei vor dem Komma sehen und die Schlangen werden immer noch da sein.

Gleiches gilt für die HSB. 21 € (2013) pro Erwachsenem für eine Fahrt, egal wohin, sind eine Frechheit und eine Ausnutzung des örtlichen Monopols. An Tagen wie dem heutigen mit diesem enormen Menschenansturm ist diese Bahn nicht einmal in der Lage, den Mengen „Transportgut“ Herr zu werden. Die Züge sind vollgerammelt und man kann von Glück sagen, wenn es gelingt einen Platz auf den Plattformen außerhalb der vollen Wagons zu ergattern.

Nichts desto Trotz: Der Harz ist schön! Wir hatten das Glück, vom Brocken zwar nicht superklar, aber immerhin ziemlich weit ins Land hinaus schauen zu können. Das wäre schon am nächsten Tag nicht mehr möglich gewesen. Es regnet von früh bis spät und die Wolken hängen ungefähr in 700 m fest.

Oggau, Rust und Mörbisch am Neusiedler See

Oggau, Rust und Mörbisch am Neusiedler See

Das sind drei kleine Örtchen, wunderschön gelegen am Fuß des Ruster Hügellandes und am Ufer des Neusiedler Sees. Der Ort Oggau hat für uns Wohnmobilisten den Vorteil, dass der Campingplatz „Oggau“ für ACSI Mitglieder Rabatte gewährt. Von den Platz sind es mit dem Fahrrad nur wenige Minuten bis in die Weinberge.

Radwege ziehen sich dort kilometerweit nach allen Seiten durch die unbezäunten Weinfelder bis nach Rust, nach Mörbisch, nach Eisenstadt und anderen Orten mehr.

In Rust, der „Stadt der Störche“, kann man auf so vielen Dächern ein Storchennest sehen, wie sonst kaum irgendwo. Im Sommer sind die alle „bewohnt“ und selbst im Herbst stehen noch einige Störche in ihren Nestern.

An etlichen Häusern der Stadt sind Tafeln angebracht, mit denen diese Gebäude als Drehorte für die Fernsehserie „Der Winzerkönig“ szenengenau ausgewiesen werden.

Die Seefestspiele Mörbisch sind ein alljähliches Highlight an den Ufern des Neusiedler Sees. Jetzt, im Herbst, kann man die gesamte Größe der Theateranlage mit Bühne auf dem Wasser nur erahnen. Karten für die Aufführungen kann man hier erwerben.

1989 – die Grenze  öffnete sich in Sankt Margarethen

1989 – die Grenze öffnete sich in Sankt Margarethen

Zwischen dem österreichischen Ort Sankt Margarethen und dem ungarischen Sopronkőhida, unweit von Sopron, fand am 19.08.1989 das Paneuropäische Picknick, eine Art Friedensdemonstration, statt.

Gegen Mittag kamen ca. 20–30 DDR-Bürger an, rissen das zu diesem Zeitpunkt noch bewachte Grenztor auf und rannten auf österreichischen Boden. Österreichische Journalisten verbreiteten die Meldung und gegen 15 Uhr waren die nächsten DDR-Flüchtlinge vor Ort. Ungefähr 600-700 Menschen sollen diese kurze Öffnung der Grenze zur „Flucht“ genutzt haben. Nur Dank der Umsicht des ungarischen Grenzkommandeurs Árpád Bella wurde ein Blutvergießen verhindert. Heute ist auf der Wiese an den ehemaligen Grenzanlagen eine Gedenkstätte mit Denkmal, altem Wachturm, Resten von Grenzsicherung und Gänsehautfeeling!

Von Rust, Oggau oder Mörbisch kann dieser historische Ort bequem mit dem Fahrrad erreicht werden.