Übernachten in Haverud am Aquadukt

Übernachten in Haverud am Aquadukt

Beim ersten Mal hier in Haverud haben wir nur kurz angehalten und uns den Aquadukt von der darüber führenden Straßenbrücke angesehen. Diesmal wollen wir die Konstruktion genauer betrachten und schlafen hier. Für technisch Interessierte ist die Übernachtung vor Ort zwingend. Denn nur wenn die Tagestouristen weg sind, kann man das Bauwerk am Dalslandkanal richtig und in Ruhe bewundern.

Direkt vor Ort mit Wohnmobil, Wohnwagen und sogar Zelt zu übernachten, steht nichts im Weg. Unweit der Schleuse betreibt die Gemeinde einen Platz, der gar als Campingplatz bezeichnet wird, den Namen aber nicht wirklich verdient. Für 150 SKr (Strom zzgl. 50 Kronen) kann man praktisch von Ankunft bis zu nächsten Tag gegen 18 Uhr stehen bleiben. Dann kommen die Kassierer vorbei. Es gibt Toiletten, Duschen (5 SKr), Küche und Toilettenentleerung. Die Platzanlage ist um diese Jahreszeit sehr gut besucht, aber selbst für Spätanreisende findet sich immer noch ein Plätzchen. An der oben vorbei führenden Straße ist der Platz ausgeschildert.

Kanal und Aquadukt sind von diesem Platz nur 100 m entfernt.

Elchfarm “Moose Ranch”

Elchfarm “Moose Ranch”

Elchfarm “Moose Ranch” – Ranch ist schon sehr weit hergeholt. Es handelt sich eher um ein Wildgehege nur für Elche. 220 SKr kostet der Spaß für uns Vier (2013). Wir kamen genau richtig zu einer der drei Fütterungszeiten um 11, 13 und 15 Uhr. Der Betreiber erzählt so dabei einiges über die Elche.

Na ja, kann man machen, muss man aber nicht. Für Kinder ist das sicher ganz eindrucksvoll, da sie die Elche mit Ästen, Kartoffeln und Bananen füttern dürfen und ihnen dabei ein Elchbaby hautnah um die Beine streicht.

Tipp: Man ist ganz nah dran und kann herrliche Fotos machen!

Wer hier übernachten möchte, gleich gegenüber befindet sich ein Campingplatz.

Falunrote Häuser in Schweden

Falunrote Häuser in Schweden

Schwedische Häuser, wie man sie von Kalendern kennt, sehen alle so aus, dass man am liebsten gleich einziehen möchte, egal wie groß sie sind. Zumindest außen aus Holz und mit Farben gestrichen, die den Augen einfach nur angenehm sind. Weiß die einen, wobei das Weiß auch kein Weiß, sondern eher cremefarben ist, hellblau andere, dritte gelb und die Schönsten überhaupt in diesem dunklen Rot, dem Falunrot.

Woher das Rot kommt, habe ich hier beschrieben.

Wenn ich wählen könnte, ich würde eines dieser roten Häuser nehmen. Deutsche Architekten sollten doch die eine oder andere Modellreihe aus Schweden importieren. Auch bei uns zu Hause ist es lange dunkel und kalt und das deutsche Auge ist geradezu süchtig nach wohltuenden Fassadenfarben. Davon kann man im eigenen Land nicht wirklich viele sehen.

Wir streifen durch die Gassen in Hafennähe von Fjällbacka und sind einfach nur begeistert.

Auf zum Hafen nach Warnemünde

Auf zum Hafen nach Warnemünde

Nachts im Fährhafen Warnemünde anzukommen hat etwas. Man kommt in eine besondere Welt. Einerseits spürt man noch immer die Geschäftstätigkeit eines internationalen Umschlagplatzes, andererseits überall Spuren von Urlaub, Freizeit und Entspannung. LKW-Fahrer sitzen auf Eimern und Bierkästen beieinander, Wohnmobilisten entspannen vor und in ihren Wagen und Spaziergänger schlendern durch das Hafengelände. Jedermann möchte die Stunden bis zum Start seiner Fähre so gemütlich wie möglich verbringen. Den Parkplatz direkt am Terminal, der von den Wohnmobilreisenden gern für ein paar Stunden Schlaf genutzt wird, kann man nicht verfehlen.

Andauernder Fahrzeugverkehr lässt allerdings keine ruhige Nacht zu. Ein wenig entschädigt wird man nur durch die neidischen Blicke derer, die mit ihren Autos nach dem Verlassen der ankommenden Fähren vorüber rollen. Die haben hinter sich, was noch vor uns liegt. Oder bilden wir uns das nur ein?

,Die Wartezeit am Einlass zum Fährhafen wird idealerweise genutzt, um frischen Kaffee zu kochen. In Thermobechern bleibt der dann auf jeden Fall eine gute Zeit heiß. Sechs Stunden Fährfahrt können ganz schön lang sein. Da es während der Überfahrt nicht gestattet ist zu den Fahrzeugen zu gehen, darf nichts vergessen werden.

Es gibt ihn, den idealen Platz an Bord, auf Deck 7, windgeschützt und überdacht. Für mich ist das der beste äußere Platz an Bord. Geht es dann los, durch die lange Hafenausfahrt von Warnemünde hinaus auf die Ostsee, kann man die Aussicht von hier bei jedem Wetter genießen. Aber egal wie das Wetter ist, es ist immer ratsam, eine Jacke mit nach oben zu nehmen. Die Überfahrt drinnen verbringen zu müssen, nur weil der Wind zu kühl ist, wäre ziemlich öde.

Bastnäs – Ein Autofriedhof im Wald

Bastnäs – Ein Autofriedhof im Wald

Ein Autofriedhof im Wald soll heute der Anlass für einen Zwischenstopp auf dem Weg in das Glaskogens Naturreservat sein. Bastnäs heißt die Örtlichkeit, die kein Ort ist und daher vom Navi nicht angezeigt wird.

Tipp: Die besten regionalen Informationen erhält man erfahrungsgemäß durch Informationen vor Ort. Wir wühlen unterwegs immer in allen Prospektregalen der örtlichen Infopunkte. In Töcksfors ist es zur Abwechslung ein mit den deutschen Farben bemalter Briefkasten an der Bibliothek. Dort finden wir auch den Hinweis auf diesen außergewöhnlichen Autofriedhof von Bastnäs (N 59.21.665 und O 011.50.328).

Vor Ort passiert einem dann etwas Wunderliches. Man ist fasziniert. Wiese und Wald sind von Autos aller erdenklichen Modelle dichter belegt, als Supermarktparkplätze vor Feiertagen. Das ist ein Paradies für Autointeressierte, Fotografen und und und. Die meisten Modelle stammen aus den Jahren 1940-1960. Es gibt aber auch Autos die sogar noch älter sind und zurückreichen bis in die 1930-er.

Wer Glück hat, kann sich schon nach einer Stunde wieder davon los reißen. Anderen ist es egal, ob sie zwei Stunden in strömendem Regen durch die Fahrzeugreihen steigen.

Tipp: Dieser Ort ist ein absolutes Urlaubshighlight für Groß und Klein!

Weiter geht es wieder auf diesen unsäglichen Nebenstraßen. Es kommt regelrechte Freude auf, wenn man wieder einige Kilometer auf einer Schnellstraße zurücklegen kann. Nach viel Zeit für wenig Strecke sind wir endlich auf dem Campingplatz im Naturreservat (N 50.30.828 und O 012.21.978).