Bad Lauterberg im Harz

Bad Lauterberg im Harz

Direkt am „Vitamar“-Erlebnisbad finden Wohnmobilreisende 5 kostenfreie Stellplätze (N 51.38.02 und O 10.29.16). Die Toiletten im Bad können von 9 bis 22 Uhr genutzt werden und direkt vor Ort gibt es eine Ver- und Entsorgungsstation. Das Zentrum von Bad Lauterberg ist reichlich einen 1 km entfernt. Für den angenehmen Fußmarsch kann ich zwei Routen empfehlen. Ausgangspunkt ist für beide der Kreuzungsbereich gleich nach dem Einbiegen von der Bundesstraße (Richtung Bad).

Schaut man von dort über die Bundesstraße, sieht man halbrechts einen über Treppen steil ansteigenden Weg in den Wald, ausgeschildert Richtung Bismarckturm. Nach wenigen Stufen führt der Weg angenehm flach nach links als Rundweg Richtung Stadt. Der zweite Weg führt vom Ausgangspunkt durch die parallele Nebenstraße der Bundesstraße und den Kurpark ins Zentrum.

Der Kurort ist staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad und Schroth-Kurort und das kann man an jeder Ecke lesen. Man kann das aber auch übersehen und einfach nur durch das wirklich schöne Stadtzentrum um die Hauptstraße spazieren. Gleich neben dem Marktplatz besteht die Möglichkeit mit einer Seilbahn auf den Hausberg zu fahren. Von oben hat man dann eine sehr schöne Aussicht über die Stadt. Abwärts kann gewandert werden, reichlich 1 km ist der Weg lang.

Wellenbad in Meißen

Wellenbad in Meißen

Wer in Sachsen mit Kindern unterwegs ist, sollte unbedingt nach Meißen und dort im „Wellenspiel Meißen“ halt machen. Das Bad hat die übliche Ausstattung: Innen- und Außenpool, Rutsche, Whirlpool, Plansch- und Schwimm- sowie ein Natursolebecken. Im Schwimmbecken startet stündlich (*) von 11 bis 20 Uhr das Wellenbaden, und das ist richtig Klasse! Es sind die Wellen, die den Unterschied machen. Wahrscheinlich ist das Becken für solch eine Wellenanlage etwas zu kurz konzipiert. Das hat zur Freude aller Besucher zur Folge, dass im flachsten Bereich eine Gischt brodelt, die kräftig genug ist, um selbst sitzende Erwachsene hin und her spülen. Das habe ich so noch in keinem Wellenbad erlebt. Das ist Spaß pur für die ganze Familie und erinnert schon etwas an den Sommerurlaub am Meer.

Für das Wohnmobil gibt es hinter dem Bad Stellplätze zum Übernachten (N 51.10.475 und O 013.30.073) auf einer großen Wiese. Toiletten sind auf dem Platz, bzw. können beim Badbesuch mit benutzt werden. Der Stellplatz kostet 5 €/Nacht, zzgl. 2 € Strom (wer will). Beim Eintritt ins Bad bekommt man dazu 10 % Rabatt. Wir haben für 2 Erwachsen und 2 Kinder bei 4 Stunden Badbesuch 18 € bezahlt. Das kann man machen, mehr Wasser hält die Haut sowieso nicht aus. Zumindest meine nicht, die der Kinder schon

(*) an Wochenenden und Feiertagen, sowie in den sächsischen Ferien

Schierke und der Brocken

Schierke und der Brocken

Wenn im Harz Rauch aufsteigt, muss nicht immer die Feuerwehr ausrücken. Oft ist einfach nur die Harzer Schmalspurbahn (HSB) unterwegs.

Der Brocken und das Wohnmobil passen in Schierke wahrscheinlich am besten zusammen. Zugegeben, ich habe nicht wirklich einen Vergleich, aber die Bedingungen sind hier einfach optimal. Höher am Gipfel kann man wohl sonst nirgendwo parken und Möglichkeiten dafür gibt es hier viele.

Womo-Stellplatz (2013): Wir stehen auf dem Parkplatz an dieser Art Sommerrodelbahn (N 51.45.856 und O 010.40.056) für 5 € Tagesparkgebühr. Einige Autometer weiter im Ort ist dies zu den gleichen Konditionen, aber ruhiger, auch auf dem Parkplatz an der alten Schule (?) möglich (eine Einfahrt nach dem „Niedrig Preis“ Supermarkt). Für Campingplatzfans gibt es den „Harz-Camping“, eine kleine, gemütliche Anlage, die ganzjährig geöffnet ist. Von da ist der Weg zum Brocken ca. 2 km länger, was wohl niemanden stört, denn der Platz ist voll und selbst bei Nachttemperaturen knapp über 0 Grad noch mit vielen Zelten belegt.

Schierke liegt in ca. 618 m Höhe. Bis zum Brocken (1.141 m) fehlen somit 523 Höhenmeter. Bis zum Gipfel sind es knapp 8 km. Zwei Stunden werden angegeben, wir brauchen mit den Kindern 3h 10″. Der kürzeste Weg führt uns über „Stock und Stein“ steil durch den Wald nach oben und ist für die Kleinen Herausforderung und Abenteuer zugleich. Mehrmals kreuzen die Schienen der HSB unseren Wald-Weg. WIR sind dabei nicht WIR allein, sondern ganze Busladungen Menschen mit dem gleichen Ziel. Stellenweise kommt man sich vor wie auf einer Massendemonstration. Auf dem Brocken das gleiche Bild. Menschenmassen! Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es halt eine Attraktion wie viele andere und von Touristen überlaufen. Nur ist es das Letzte, worauf wir im Naturschutzgebiet Harz vorbereitet sind. Man muss nicht nur auf Waldwegen nach oben kraxeln, die Brockenstraße ist asphaltiert und führt über 2 Mehrkilometer auch nach oben.

Einfach mal kurz in den Büschen verschwinden, ist bei dem Touristenaufkommen nicht jedermanns Sache. Darum wissend, hat der Markt die Regie übernommen und an den wenigen Toiletten in der Umgebung die Preise auf 1€ (in Worten: einen Euro) festgesetzt. Das Schlimme dabei sind trotz allem die bleibenden Schlangen vor den „Hütten“. Bald werden wir dort eine Zwei vor dem Komma sehen und die Schlangen werden immer noch da sein.

Gleiches gilt für die HSB. 21 € (2013) pro Erwachsenem für eine Fahrt, egal wohin, sind eine Frechheit und eine Ausnutzung des örtlichen Monopols. An Tagen wie dem heutigen mit diesem enormen Menschenansturm ist diese Bahn nicht einmal in der Lage, den Mengen „Transportgut“ Herr zu werden. Die Züge sind vollgerammelt und man kann von Glück sagen, wenn es gelingt einen Platz auf den Plattformen außerhalb der vollen Wagons zu ergattern.

Nichts desto Trotz: Der Harz ist schön! Wir hatten das Glück, vom Brocken zwar nicht superklar, aber immerhin ziemlich weit ins Land hinaus schauen zu können. Das wäre schon am nächsten Tag nicht mehr möglich gewesen. Es regnet von früh bis spät und die Wolken hängen ungefähr in 700 m fest.

Übernachten in Haverud am Aquadukt

Übernachten in Haverud am Aquadukt

Beim ersten Mal hier in Haverud haben wir nur kurz angehalten und uns den Aquadukt von der darüber führenden Straßenbrücke angesehen. Diesmal wollen wir die Konstruktion genauer betrachten und schlafen hier. Für technisch Interessierte ist die Übernachtung vor Ort zwingend. Denn nur wenn die Tagestouristen weg sind, kann man das Bauwerk am Dalslandkanal richtig und in Ruhe bewundern.

Direkt vor Ort mit Wohnmobil, Wohnwagen und sogar Zelt zu übernachten, steht nichts im Weg. Unweit der Schleuse betreibt die Gemeinde einen Platz, der gar als Campingplatz bezeichnet wird, den Namen aber nicht wirklich verdient. Für 150 SKr (Strom zzgl. 50 Kronen) kann man praktisch von Ankunft bis zu nächsten Tag gegen 18 Uhr stehen bleiben. Dann kommen die Kassierer vorbei. Es gibt Toiletten, Duschen (5 SKr), Küche und Toilettenentleerung. Die Platzanlage ist um diese Jahreszeit sehr gut besucht, aber selbst für Spätanreisende findet sich immer noch ein Plätzchen. An der oben vorbei führenden Straße ist der Platz ausgeschildert.

Kanal und Aquadukt sind von diesem Platz nur 100 m entfernt.