Bad Sachsa und die Kinder des 20. Juli 1944

Bad Sachsa und die Kinder des 20. Juli 1944

Bad Sachsa im Harz liegt knapp hinter der Landesgrenze zwischen Thüringen und Niedersachsen. Als unser Ziel wurde der Ort vor allem ausgewählt, weil sich im fußläufigen Umfeld des Ortes jede Menge Geocaches einsammeln lassen würden. Außerdem bietet sich mit dem Salztal Paradies eine wichtige Alternative für die Kinder an. Übernachtet haben wir auf dem Campingplatz „Im Borntal“. Hier erwartete uns dann eine Überraschung. Plötzlich befanden wir uns auf dem Areal eines Kapitels trauriger deutscher Geschichte. Nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 wurden die Kinder der Verschwörer in Sippenhaft genommen und nach Bad Sachsa deportiert. Hier wurden sie von ihren Geschwistern getrennt gefangen gehalten. Sie sollten eine andere Identität annehmen. Es war ihnen verboten, ihre alten Namen zu nennen oder über ihre reale Vergangenheit zu reden.

In der Tourist Information kann man dazu eine Dauerausstellung besuchen. Es ist beklemmend, dort die Tafeln zu studieren. Im Ausstellungsflyer ist zu lesen: „… Ende Juli/Anfang August 1944 wird in Bad Sachsa das Kinderheim „Bremen“ der „Natinalsozialistischen Volkswohlfahrt“ … überstürzt geräumt. Beamte der Gestapo … verpflichten die Kindergärtnerinnen zur absoluten Geheimhaltung. Vier Häuser, nach Alter und Geschlecht getrennt, und eines für Babys und Kleinkinder werden für insgesamt bis zu 200 Kinder vorbereitet. …“

Steht man dann im trüben Herbstwetter auf dem Gelände des Campingplatzes, fühlt man sich zurück versetzt in die damalige Zeit. Die Hauptgebäude stehen fast ausnahmslos noch, beherbergen z.T. die Sanitäreinrichtungen für die Campinggäste. Die Anlagen sind dementsprechend üppig ausgelegt. Der größte Teil der Gebäude ist aber leer und teilweise zeigen sich Anzeichen des Verfalls. Überall sind noch die Spuren der Nutzung der Gebäude durch Kinder sichtbar.

Geschichte des Geländes (Quelle: http://kulturoffensive-suedharz.de/):

1936 Bau „Bremer Kinderheim“
1944 Lager für Kinder der Hitlerattentäter vom 20. Juli
1945 Nach Bombentreffer wird Kinderklinik in Dresden hierher verlegt
1984 neue Kinderklinik wird gebaut
1991 Kinderkrankenhaus wird geschlossen
2000 Campingplatz wird eröffnet

Beitrag MDR-Kultur: „Die „Geisterkinder“ des 20. Juli

 

Geocaching:
Vom CP auf der Straße wenige Meter zurück bis zur 90°-Kurve, dann weiter der Straße ungefähr die gleiche Distanz folgen. Nun scharf nach links auf einen schmalen Weg einbiegen. Der wird nach kurzer Strecke und einer Brücke breiter und ist fahrradtauglich. Dem Weg immer gerade aus bis zur nächsten Autostraße folgen (ca. 1,5 km). Auf der anderen Straßenseite beginnen dann die Cachewanderungen.

Die Grube Falun

Die Grube Falun

Ein Besuch der Grubenanlage Falun, in der das für Schweden so typische Falunrot seinen Ursprung hat, ist eine gute Gelegenheit, wieder einen Zwischenstopp einzulegen. Die Museumsanlage kann man sich obererdig für 80/40 SKr (Erw/K) inklusive Museum/Ausstellung anschauen. Wahrscheinlich kann man aber auch ohne zu bezahlen um die Grube laufen. Die „Underground“-Führung kostet 210/80 SKr. Halbstündlich fährt kostenfrei ein kleiner „Zug“ um die Grube.

Im Museumshof können vor allem Kinder in Themenhütten verschiedene wissenschaftliche Experimente machen. Die Ausstellung im Gebäude ist nur schwedisch beschildert. Sie zeigt viel Medizinisches über (wahrscheinlich) Grubenkrankheiten. „Interessant“ ist der erste überlieferte Medizinfilm der Charité von 1903 „Unterschenkelamputation“, der in dieser Ausstellung gezeigt wird. Darin kann man in 2,5 Minuten eine solche Fußamputation durch Prof. Dr. Ernst von Bergmann beobachten. Sehr beeindruckend für alle Kinder. Nur sind unsere davon gerannt.

 Auf dem Parkplatz (N 60.36.113 und O 015.37.024) direkt am Museum können Wohnmobilisten für 120 SKr sehr gut übernachten. Toiletten sind am Platz und für 10 SKr kann gut und gern die ganze Familie duschen.

„Du bist die Kunst!“ – Kunst zum Anfassen

„Du bist die Kunst!“ – Kunst zum Anfassen

Noch bis zum 10. November 2013 kann Kunst auf Schloss Augustusburg „angefasst“ werden. „Du bist die Kunst! – Faszinierende Mitmach-Illusionen aus China“ heißt die Ausstellung, in der 24 Bilder von chinesischen und südkoreanischen Künstlern präsentiert werden.

In dieser Ausstellung, die vor allem, aber nicht nur für Kinder interessant ist, wird man angehalten, Teil der Bilder zu werden. Man kann dafür angebotene Ideen umsetzen oder selbst kreativ sein. Die Besucher, denen das alles zu albern ist, haben einen Mordsgaudi dabei, einfach nur zuzusehen.

Tipp: Für Wohnmobilisten gibt es in Augustusburg, zumindest am Wochenende, einen guten kostenfreien Stellplatz mitten im Zentrum. Die Marienberger Straße (S223) aus Richtung Dresden kommend, noch vor der nach rechts ausgeschilderten Zufahrt zum Schloss nach links in die Eppendorfer Strasse einbiegen und sofort wieder links auf den kleinen Parkplatz. Wochentags verboten, können von hier am Wochenende wunderbar und zu Fuß Schloss und Ort erkundet werden.

Beim Betrachten der Bilder immer daran denken: Alles ist gemalt, nur der Besucher nicht!


unterwegs.picturebuilder.eu – unterwegs mit dem Wohnmobil


 

Noch bis zum 10. November 2013 kann Kunst auf Schloss Augustusburg „angefasst“ werden. „Du bist die Kunst! – Faszinierende Mitmach-Illusionen aus China“ heißt die Ausstellung, in der 24 Bilder von chinesischen und südkoreanischen Künstlern präsentiert werden.

In dieser Ausstellung, die vor allem, aber nicht nur für Kinder interessant ist, wird man angehalten, Teil der Bilder zu werden. Man kann dafür angebotene Ideen umsetzen oder selbst kreativ sein. Die Besucher, denen das alles zu albern ist, haben einen Mordsgaudi dabei, einfach nur zuzusehen.

Tipp: Für Wohnmobilisten gibt es in Augustusburg, zumindest am Wochenende, einen guten kostenfreien Stellplatz mitten im Zentrum. Die Marienberger Straße (S223) aus Richtung Dresden kommend, noch vor der nach rechts ausgeschilderten Zufahrt zum Schloss nach links in die Eppendorfer Strasse einbiegen und sofort wieder links auf den kleinen Parkplatz. Wochentags verboten, können von hier am Wochenende wunderbar und zu Fuß Schloss und Ort erkundet werden.

Beim Betrachten der Bilder immer daran denken: Alles ist gemalt, nur der Besucher nicht!